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 Werwölfe

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Raziel
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Blutsvater

Männlich Anzahl der Beiträge : 344
Alter : 33
Anmeldedatum : 23.11.08

Beitrag© By Raziel Mo Dez 08, 2008 11:43 pm

Laut Lexikon: Ein Werwolf (von
altgermanisch „wer“: „Mann“, vgl. lat. „vir“), althochdeutsch auch
Mannwolf genannt, ist in Mythologie, Sage und Dichtung ein
blutdürstiger Mensch, der sich nachts in einen Wolf verwandeln kann
(Lykanthrop).








Die Legende


Einst lebte in Griechenland ein König namens Lykaon. Er war ein
größenwahnsinniger Tyran, der noch nicht mal Respekt vor den Göttern
hatte. Zeus ging aus dem Grund zu ihm, um ihn zur Rede zu stellen. Doch
dieser machte sich lustig über den Göttervater und wollte den Beweis
seiner Gottheit, indem er Zeus hinrichten wollte. Sollte er es
überleben, so würde er ihm glauben, daß er der Göttervater sei. Zeus
willigte ein, um ihm zu beweisen, wer er war. Der König lud Zeus zu
seiner Hänkersmahlzeit ein, und dabei dachte er sich ein grausames
Verbrechen aus. Eigenhändig brachte er seinen 7jährigen Sohn um und
bereitete ihn als Mahlzeit für Zeus vor. Nachdem Lykaon das Essen
servieren ließ und Zeus entdeckte was der Braten war, verurteilte er
donnernd seine Strafe für Lykaon: Unmensch, mit Recht nennst du dich
selbst einen Wolf und das wirst du auch fortan sein. Ein Wolf unter
Wölfen. Das soll deine Strafe sein, dir auferlegt vom Göttervater, den
zu mißachten du dich erdreistet hast. Der Tod wäre eine zu geringe
Strafe für dich! Mit diesen Worten verwandelte sich Lykoan zu einem
bösartigen Wolf und mußte umherziehen um seinen Blutdurst zu stillen."
Dies nun eine Legende aus dem alten Griechenland, über die Entstehung
der Kreatur des Werwolfes. Lest unten mehr zu dem Mythos des
Wolfmannes!




Mythos?


Das Unheil beginnt mit dem Biss eines Tieres. Geraume Zeit später
zeigen sich an dem Opfer die ersten Symptome: Die Unglücklichen scheuen
das Tageslicht ebenso wie die Wasseraufnahme und fangen an, wie in
Raserei um sich zu schlagen, zu beißen und zu treten. In ihrem
eigentümlich starren Gesicht ziehen Spasmen der Muskulatur die Lippen
zurück und lassen Zunge und Zähne hervortreten, Geifer und Schaum
quellen aus dem Mund, und von der gequälten Kreatur sind schreckliche,
kehlige Laute zu vernehmen.


Der Werwolf gilt wohl als eines der gruseligsten und zugleich
undurchschaubarsten Wesen der Mystik. Er gilt als ein Mensch der meißt
unter einem bestimmten Zwang, dazu getrieben wird, nachts sich in einen
reißenden Wolf zu verwandeln und somit seine Beute zu finden und zu
töten.

Werwölfe sind fast ausschließlich männlich. Das zeigt sich an dem
Namen, die Vorsilbe Wer ist von dem lateinischen vir oder vom
germanischen wer: Mann, wolf: Wolf abgeleitet. Der Glaube an die
Werwolfmythologie hat tiefe Wurzeln. Schon im alten Griechenland
machten es sich die Götter zunutze ihr Gestalt zu ändern um besondere
Fähigkeiten einsetzen zu können. Durch die Ähnlichkeit und
Verbundenheit zum Tier, glaubte man an eine Verschmelzung der Seelen
wenn man dies wollte. Ja man dachte sogar daß sich Menschen in Tiere
und andersherum verwandeln könnten. Der Glaube an Wolfsmenschen war
aber der am tiefst verwurzelsten und wurde von den Naturvölkern bis
heute über Traditionen hinweg der Glaube von Generation zu Generation
weitergegeben.

Die Eigenschaften des Wolfes lösen im Menschen eine gewisse
Faszination aus. Sind da Schnelligkeit, Beweglichkeit, Blutgier,
Grausamkeit, Kühnheit, Sein absolut feines Gehör ... jedoch trotz
zahlreicher schrecklicher Eigenschaften auch die Klugheit, der Mut und
der Familiensinn.Seine grausamen Merkmale haben ihn in Sagen berühmt
gemacht (wir denken nur an "Der Wolf und die 7 Geißlein" "Rotkäppchen
und der Wolf"...) Jedoch galt er in vielen anderen Länder als heilig
oder als Vorbild.



Die Bestie


Wenn der Werwolf sich (aus welchen Gründen auch immer) verwandelt,
verliert er sein menschliche Wesen und erhält statt dessen die
Mentalität eines normalen Wolfs. Dies bedeutet, dass er nicht einfach
loszieht und schreckliche Verbrechen begeht, obwohl es zum Beispiel
nicht auszuschließen ist, dass er bei unerträglichem Hunger ein Kind
angreifen könnte. Oder dass der Lärm und das Chaos einer Stadt den
Werwolf so verängstigt, dass er ausrastet und Menschen buchstäblich die
Kehle ausreißt... Es ist allerdings wahrscheinlicher, dass ein Werwolf
in seiner Wolfsform und dieser Mentalität möglichst in die Natur
flüchten würde. Das Territorial-Verhalten des Wolfs könnte hier
interessante Folgen haben. Findet die Transformation im Haus oder
Apartment statt, das er in seiner menschlichen Form bewohnt, würde er
möglicherweise dort bleiben und sein "Revier bewachen" (vorausgesetzt
er behält diese menschliche Erinnerung). Findet die Transformation in
unbekanntem oder neutralem Gebiet statt, würde er wohl extrem
vorsichtig sein, da er sich in einem fremden Revier aufhält.


Diese Vorstellung ähnelt der Geschichte von Dr. Jeckyll und Mr.
Hyde. Der Werwolf in verwandelter Form verliert alle Hemmungen und
lässt sich nur noch von seinen Emotionen leiten, in denen er so viele
unterdrückte Triebe auslebt wie möglich und anschließend in seine
menschliche Form zurückkehrt. Dieser Werwölf könnte eine "rasende
Bestie" sein, die ihren fremdgehenden Ehemann, die nölenden Kinder und
die prügelnden Eltern in einer einzigen Nacht abschlachtet. Oder der
verbitterte Anwalt, der bei Vollmond in den Parks der Stadt marodiert
um attraktive junge Frauen zu vergewaltigen und verstümmeln. Vielleicht
erinnert sich dieser Werwolf an seine Taten in Wolfsform, vielleicht
nicht.

Jeder von uns unterdrückt unter anderem einiges an gewalttätigem
und sexuellen Verlangen. Nimm einen homosexuellen Werwolf, der seine
wahre Natur aufgrund des Drucks seiner Familie oder Kirche über Jahre
hinweg unterdrückt, und der seine Verwandlung als Möglichkeit begreift,
sich zu befreien und seine sexuellen Ambitionen gegenüber einem
Kollegen oder engen Freund auszudrücken. Da auch alle andere Barrieren
gefallen sind, findet sich dieser arme Tropf dann möglicherweise dabei
wieder, wie er seine vermeintliche Liebe vergewaltigt... Au weia.
Diesen Lykanthrop will wohl keiner auf AHWW und anderswo, denke ich. Er
ist gewalttätig und zerstörisch, schlimmer als normale Menschen oder
Tiere.

Werwölfe & Vampire


Gemeinsamkeiten gibt es auf alle Fälle. Beide sind Nachtgestalten,
durstig nach Blut und eine ganz besondere Spezies mit ganz besonderen
Kräften. Man glaubt dass Beide Knoblauch nicht ertragen können, ebenso
wie das Sonnenlicht. Der Werwolf jedoch soll mit Silberkugeln zu
besiegen sein. Ein Vampir kann seine Art weitergeben durch seinen "Kuß"
(je nach Auffassung:-) ein Werwolf ebenso. Bram Stokers Dracula war an
den Händen mit einer Art Fell ausgestattet. Nicht selten verfließen
Vampir und Werwolfmythos in einer Figur. Einen großen Unterschied gibt
es jedoch. Der Werwolf ist ein Mensch der zu einer bestimmten Zeit
jagen muß. Der Vampir ist allerdings halt ein Vampir, Unsterblicher der
nur des Nachts aus seiner "Gruft" auferstehen kann. Jedoch hat man sehr
oft angenommen, daß eine Werwolf nach seinem Tode zu einem Vampir wird,
falls man keinen Exorzismus oder ähnliches anwenden würde. Wie immer
sind die Menschen gespalten. Die Einen behaupteten daß Werwölfe die
ärgsten Feinde der Vampire sind und diese auch töteten. Die Anderen
halten sie für Artgleich,wieder andere meinen daß Werwölfe Leichen
seien die wiederauferstehen. Der Wolf als Symbol des Todes wird in
vielen Aberglauben aufgezogen. Nicht selten dachten die Menschen daß,
wenn sie einen Wolf heulen hören würden dies ein Zeichen des
bevorstehenden Todes sei. Eine These sagt aus daß der Werwolf ein
Diener des Vampirs sei. Oder jedoch daß beide aus einer Familie stammen
und mit der Zeit die Vampire die Werwölfe verdrängten und ihren Platz
einnahmen, so daß sie sich, wenn es ihr Wille ist in Wölfe verwandeln
können. Wartet auf den nächsten Vollmond!


Fähigkeiten eines Werwolf's:



- kann über 15 Fuß ( 4,572 m ) hohe Zäune springen

- braucht normalerweise wenig bis keinen Schlaf (Außnahme: Nach der Verwandlung!)

- pluripotente Zellen im Blut

- erholt sich schnell von Verletzungen

- schnell genug um Kugeln auszuweichen

- kann bis zu 10 Minuten die Luft anhalten

- feineres Gehör

- kann Dinge vergrößert sehen (=Zoom-Blick)

- außerdem verwandelt man sich jede Vollmondnacht, sowie eine davor und eine danach, in einen Werwolf.



Ein Werwolf zeichnet sich durch diese Fähigkeiten aus. Abweichungen sind nur begrenzt möglich.


Bis auf die Wolfsgestalt verfügt der Werwolf
ständig über ein Maß der aufgelisteten Fähigkeiten. Bei Vollmond
wachsen diese dann noch um ein vielfaches mit der Verwandlung, jedoch
verliert der Werwolf dann in den meisten Fällen die Beherrschung über
sein Handeln und wird zu einer unkontrollierbaren Gefahr!
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